Energie und Umwelt – Marktwirtschaftlicher Klimaschutz für eine nachhaltige Zukunft

Der marktwirtschaftliche Klimaschutz spielt eine entscheidende Rolle bei der nachhaltigen Sicherung unserer Energieversorgung und dem Schutz der Umwelt. Die INSM liefert Informationen und Konzepte, die zeigen, wie wirtschaftliche Instrumente und marktbasierte Lösungen effektiv zur Reduktion von CO2- Emissionen und zur Förderung erneuerbarer Energien beitragen können.

Strommix 2023

in TWh
23,5344,2677,5933,396,7341,6252,6618,06115,99,49423,23
  • Windkraft offshore
  • Erdgas
  • Braunkohle
  • Steinkohle
  • Kernenergie
  • Biomasse
  • Solar
  • Wasserkraft
  • Windkraft onshore
  • Andere

Entwicklung der Kapazitäten von Erneuerbaren (Destatis)

in TWh
52260
Q1 22Q2 22Q3 22Q4 22Q1 23Q2 23Q3 23Q4 23Q1 24
  • Windkraft
  • Photovoltaik
  • Wasserkraft
  • Biomasse

Strompreis (Destatis)

in Euro
0,50,350,2
'20'21'22'23

Import- und Exportmenge des deutschen Stromhandels

in TWh
94,50
Mai 2021Jul. 2021Sep. 2021Nov. 2021Jan. 2022März 2022Jul. 2022Sep. 2022Nov. 2022Jan. 2023März 2023Mai 2023Jul. 2023Sep. 2023Nov. 2023Jan. 2024März 2024Mai 2024
  • Import
  • Export

Publikationen zum Thema Energie & Umwelt

Wie kann die Soziale Marktwirtschaft im Zeitalter der Globalisierung, des demografischen Wandels und der Wissensgesellschaft erfolgreich bestehen? Unsere Veröffentlichungen geben Antworten. Hier finden Sie alle Publikationen der INSM.

Alle Publikationen zu diesem Thema

Pressemeldungen zum Thema Energie & Umwelt

Hier finden Sie alle Pressemeldungen der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Kontakt: Carl-Victor Wachs Telefon: 0176 61649030 E-Mail: wachs@insm.de

  • Energie & Umwelt
    Pressemitteilung

    Klimasteuer: Debatte im nachhaltigkeitsorientierten Magazin „Good Impact“

    INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben spricht sich im Good Impact Magazin gegen eine Klimasteuer aus.

    Mehr erfahren
  • Energie & Umwelt
    Pressemitteilung

    INSM-Studie zeigt Machbarkeit von Klimageld-Erstattung an Bundesbürger

    Studie schlägt Absenkung der Stromsteuer, der Netzentgelte und weiterer Abgaben auf Strom zum Ausgleich steigender CO2-Preise vor

    Mehr erfahren
Zu den Pressemitteilungen

ÖkonomenBlog zum Thema Energie & Umwelt

Der ÖkonomenBlog richtet sich an alle, die sich für Ökonomie interessieren und politische Diskussionen aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht beleuchten wollen. Prominente und ausgewiesene Experten veröffentlichen hier fundierte Beiträge zu aktuellen Wirtschaftsthemen. Die Beiträge geben jeweils die Meinung der Autoren wieder.

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Energie und Umwelt

Deutschland steht vor einem Energieproblem, das über die Kosten hinausgeht. Obwohl die Strompreise zu Beginn des Jahres um fast 8 Prozent im Vergleich zum Jahresmittel 2023 gesunken sind und wieder auf dem Vorkriegsniveau liegen, bleibt die Energiefrage eine Herausforderung. Das Problem der Importabhängigkeit existiert nach wie vor. Vor allem bei fossilen Energieträgern wie Mineralöl und Gas ist Deutschland fast vollständig auf den Import aus dem Ausland angewiesen. Welche Risiken eine Importabhängigkeit für die Energieversorgung und Preisstabilität mit sich bringt, ist seit dem Ukrainekrieg und der Beendigung der Energiepartnerschaft mit Russland bekannt. Darum müssen Abhängigkeiten so weit wie möglich abgebaut und die eigene Energieproduktion ausgebaut werden. 

Um die Energieproduktion ausweiten und gleichzeitig Klimaneutralität bis 2045 erreichen zu können, bedarf es einer Energiewende durch den Ausbau erneuerbarer Energien. Eine Offensive im Ausbau erneuerbarer Energien würde die Eigenproduktion vorantreiben, den Energieimportbedarf verringern und den Preis drücken. Eine Simulationsrechnung des Prognos-Instituts im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft zeigt, dass bei zügigem Ausbau der erneuerbaren Energien der Strompreis im Großhandel bis zum Jahr 2030 auf 89 Euro/MWh sinken könnte. Die Energiewende durch erneuerbare Energien würde also nicht nur dem Klima, sondern auch dem Geldbeutel vieler Unternehmen guttun. Der Ausbau erneuerbarer Energien ist damit eine Zukunftsinvestition in die Energiewende und eine langlebige Entlastung für Bevölkerung und Unternehmen. 

Zur erfolgreichen Energiewende muss neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien auch der Ausbau von Energiespeichern vorangetrieben werden. Mittels Pumpspeicherkraftwerke oder grün-Wasserstoff kann überschüssige erneuerbare Energie gespeichert und bei Bedarf genutzt werden. Außerdem besteht die Notwendigkeit, Backup-Energie-Anlagen bereitzustellen, wenn durch erneuerbare Energien der Strombedarf nicht gedeckt werden kann. Das ist durch den Wechsel von Tages- und Jahreszeiten oder Witterung öfter der Fall. Atomkraftwerke, die weder von Wetterbedingungen noch von der Tageszeit abhängig und obendrein klimaneutral sind, bieten sich dafür an. 

Da der Klimawandel die größte Herausforderung unserer Zeit darstellt, müssen wir die CO2-Emmissionen in Deutschland deutlich verringern, um dem Pariser Klimaabkommen gerecht zu werden. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien wäre ein erster Schritt in diese Richtung getan. Doch die Energiewende allein reicht nicht aus. Es braucht ein Instrument, das den Ausstoß von CO2 schrittweise minimiert: Der nationale und internationale CO2-Zertifikatehandel. Das Prinzip hinter dem Co2-Zertifikatehandel ist einfach wie genial: Ein CO2-Zertifikat ist eine Genehmigung, die es dem Besitzer erlaubt, eine Tonne CO2 auszustoßen. Dadurch erhalten CO2-Emissionen einen Preis. Somit wird die jährlich erlaubte Menge an CO2-Ausstoß und die Anzahl der CO2-Zertifikate begrenzt. Das heißt, wer CO2 emittiert, muss dafür entsprechende CO2-Zertifikate kaufen. Da die CO2-Zertifikate limitiert sind, setzt sich derjenige durch, der bereit ist, am meisten dafür zu zahlen. Der CO2-Zertifikatehandel schafft also einen Marktmechanismus, bei dem der Preis für Co2-Zertifikate durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Der CO2-Zertifikatehandel schafft für Unternehmen und Bevölkerung mit der Zeit den Anreiz, auf CO2-Emmissionen und damit auf CO2-Zertifikate zu verzichten, da es langfristig wirtschaftlich effizienter ist, auf CO2-freie Alternativen umzusteigen.