Vorstellung des INSM-Bildungsmonitors 2026

Sachsen gewinnt den INSM-Bildungsmonitor 2026 und belegt damit zum 21. Mal in Folge die Spitzenposition im Bundesländervergleich, gemessen an 13 quantitativ bewerteten Handlungsfeldern. Dahinter folgen Bayern, Hamburg und mit geringem Abstand Baden-Württemberg. Auf die Spitzengruppe folgen das Saarland und Thüringen, die sich ihrerseits vom weiteren Mittelfeld aus Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen absetzen. Berlin, Rheinland-Pfalz und Brandenburg bilden das untere Mittelfeld, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt. Bremen belegt erneut den letzten Platz im Ranking.

Am 14. September 2026 wurden die Ergebnisse des INSM-Bildungsmonitors 2026 unter dem Motto „Aufstieg durch Bildung“ von Studienautor Prof. Dr. Axel Plünnecke vom IW Köln vorgestellt, nach einer kurzen Einleitung des INSM-Geschäftsführers Thorsten Alsleben. In der Studie wird der Frage nachgegangen, ob und inwiefern das Bildungssystem noch gleiche Erfolgschancen für alle bietet. Gastrednerin war in diesem Jahr die Bildungsministerin Karin Prien. Sie erläuterte, wie frühkindliche Bildung die Grundlage für eine starke Wirtschaft bilden kann. Zudem nahm Huberta von Voss-Wittig, Aufsichtsrätin der ISD-Germany und Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Innovativer Bildungsprogramme (BiB), an der Diskussion teil und brachte ihre Expertise zum Thema Bildungsgerechtigkeit ein. Um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Positionen des Publikums und den Diskussionsgästen herauszuarbeiten, moderierte Maximilian Stascheit (Politico) die Veranstaltung.

Das diesjährige Sonderkapitel „Bildungsstand, Bildungschancen und Bildungsmobilität“ greift die Frage auf, welche Rolle das Bildungssystem für Einkommensverteilung, soziale Mobilität und Teilhabechancen spielt. Denn die Sicherung von Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch der wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit Deutschlands im Zeitalter des Epochenbruchs.

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Ein großes Problem sieht Prof. Dr. Axel Plünnecke in dem drohenden Engpass bei der Fachkräftesicherung. Mit Blick auf die demografische Entwicklung erklärte er:

„Wir haben in etwa 7 Millionen Personen im Alter von 5-14 Jahren und die müssen gut 13 Millionen Menschen im Alter von 55-64 Jahren ersetzen“,

und weiter:

„Selbst wenn alle einen Berufsabschluss machen würden und nichts anderes, würde es nicht reichen.“

Die zentrale Bedeutung von Bildung für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung brachte Bildungsministerin Prien mit den Worten auf den Punkt:

„Bildung ist das Asset, mit dem das Potenzial ‚Wachstum‘ am stärksten gesteigert werden kann.“

Auch mit Blick auf die PISA-Ergebnisse hob die Bildungsministerin die Bedeutung des Bildungsföderalismus hervor und betonte, dass Verbesserungen nur erreicht werden können, „wenn wir einen Bildungsföderalismus haben und ihn so weiterentwickeln, sodass Kooperationen und echter Wettbewerb“ entstehen.

In der anschließenden Diskussion unterstrich Huberta von Voss-Wittig nochmals die Notwendigkeit eines grundlegenden Wandels im Bildungsbereich:

„Worum es hier tatsächlich geht, ist eine grundlegende Transformation der Art und Weise, wie wir Bildung in diesem Land denken.“

 

INSM Bildungsmonitor 2026 Veranstaltungsmitschnitt

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Trotz Fortschritten in einzelnen Handlungsfeldern zeigt der INSM-Bildungsmonitor 2026, dass der Epochenbruch, geprägt durch Demografie, Digitalisierung, Dekarbonisierung und Deglobalisierung, die Herausforderungen in den Bereichen Schulqualität, Bildungsarmut und Bildungschancen weiter verschärft hat. Vor diesem Hintergrund rücken Bildungsstand und Bildungsmobilität in den Mittelpunkt der aktuellen Analyse. Damit knüpft der Bildungsmonitor an die Schwerpunkte der Vorjahre an und vertieft die Frage, wie mehr Chancengerechtigkeit, eine höhere Bildungsqualität und ein leistungsfähigeres Bildungssystem erreicht werden können. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Förderung von Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft sowie auf datenbasierten Ansätzen zur Schulentwicklung und zur Sicherstellung einer hochwertigen Unterrichtsversorgung.

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