Während Kinder und Jugendliche durchschnittlich mehr Zeit mit ihrem Smartphone verbringen, nimmt die Zeit für Hausaufgaben, Sport oder das Lesen von Büchern ab. Zwei Möglichkeiten stellt die Studie in Aussicht, wie sich die Entwicklungen umkehren lassen: Durch Regulierung oder durch die Stärkung der Medienkompetenzen.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit den Gästen machte Professor Dr. Axel Plünnecke, Mitverfasser des Bildungsmonitors, mit einer Präsentation der Studienergebnisse den Auftakt zur Veranstaltung. Professor Plünecke bringt die Konsequenzen übermäßiger Bildschirmzeiten auf den Punkt:
„Wir sehen nur, die die sehr lange surfen haben deutlich schlechtere Kompetenz in Mathematik und Lesen. Und das ist erheblich. Eine Stunde bis mehr als sieben Stunden; das sind zwei Schuljahre Unterschied in der Kompetenz als 15-jährige.“
Die anschließende Podiumsdiskussion unter der Moderation von Karina Mößbauer, der Chefkorrespondentin von The Pioneer, ermöglichte einen regen Meinungsaustausch zwischen den anwesenden Panelisten. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer machte klar, dass sie eine Regulierung der sozialen Medien unterstützt:
„Im Jugendschutz, wenn man so will, arbeiten wir immer mit Verboten. Also irgendwo muss der Staat ja auch zum Ausdruck bringen, wie er Grenzen setzt.“
Dem setzt Henning Höne, Landes- und Fraktionsvorsitzender der FDP Nordrhein-Westfalens, aus einer liberalen Perspektive entgegen:
„Es muss eine kluge Politik sein, dass wir nicht von vornherein sagen, Nein, das verbieten wir – sondern es gibt doch kluge Mittel.“
Eine stärkere Kompetenzvermittlung unter Kindern und Jugendlichen begrüßt auch Dr. Konstantin Peveling, Bereichsleiter für Medienpolitik & Plattformen bei Bitkom e.V. Er macht damit deutlich, dass mehr Regulierung für dieses Problem nicht die Lösung ist:
„Das Allerwichtigste ist, dass Medienkompetenz und Bildung wirklich strukturell verankert wird.“