Unsere Veranstaltungsrückblicke bieten Ihnen kompakte Zusammenfassungen und Highlights von wichtigen Events und Podiumsdiskussionen der INSM. Erfahren Sie mehr über die diskutierten Themen, vorgestellten Lösungsansätze und gewonnenen Erkenntnisse aus Vorträgen und Diskussionen.

Deutschland verfehlt abermals die selbstgesteckten Ziele bei der Digitalisierung. Von 7.509 Verwaltungsleistungen wurden bisher nur 823 bundesweit digitalisiert. Zu diesem Ergebnis kommt das diesjährige Behörden-Digimeter. Im Auftrag der INSM prüft das Institut der Deutschen Wirtschaft jedes Jahr die Fortschritte in der Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes (OZG). Dieses sah eine vollständige Digitalisierung der deutschen Verwaltung schon bis 2022 vor. Nun führte das Digimeter einen weit größeren Verzug zutage als bisher angenommen: Bei der aktuellen Geschwindigkeit dauere die vollständige Digitalisierung der deutschen Verwaltung noch über 19 Jahre.

Unter dem Eindruck der US-amerikanischen Zollpolitik kommt das Thema Freihandel zurück in die öffentliche Debatte. Zusätzliche Freihandelsabkommen können die negativen Effekte der neuen protektionistischen Zollpolitik der USA nicht nur ausgleichen, sondern deutlich überkompensieren. Das sagt Prof. Dr. Lisandra Flach, die Leiterin des ifo-Zentrums für Außenwirtschaft und zugleich Studienleiterin der ifo-Studie „Global Europe 2.0 – Wachstum ohne Grenzen“. Unter diesem Titel beschäftigte sich das ifo-Institut im Auftrag der INSM mit den Wachstumschancen, die sich für Deutschland und die EU aus neuen Freihandelsinitiativen ergeben. Laut ifo ließen sich trotz der Trump-Zölle bis zu 0,5 % deutschen Wirtschaftswachstums durch neue Freihandelsabkommen realisieren. Flach stellte die Ergebnisse der Studie im Rahmen einer INSM-Lunch-Diskussion in der Sky-Lobby des Axica-Tagungszentrums in Berlin vor.

Zahlreiche politische Entscheidungsträger und Delegierte aus dem gesamten Bundesgebiet kamen vom 20.- 21. Februar zum CDU-Parteitag in Stuttgart zusammen. Im Mittelpunkt stand die Neuwahl des CDU-Vorstands sowie richtungsweisende Beschlüsse für die kommenden Jahre.

Wie kann Deutschland die aktuell längste wirtschaftliche Schwächephase der Nachkriegszeit überwinden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der INSM Veranstaltung am 26. Januar, bei der Professor Dr. Stefan Kooths, Konjunkturchef des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW), den zweiten Teil seiner Studie „Wachstumseffekte und Wachstumshebel“ vorstellte. Unter der Moderation von Dr. Inga Michler diskutierten die Teilnehmenden darüber, welche wirtschaftspolitischen Reformen jetzt notwendig sind, um Wachstumskräfte zu stärken und die erheblichen Potenziale des Landes zu heben.

Am 25. November 2025 präsentierten wir als INSM uns mit einem eigenen Stand auf dem Deutschen Arbeitgebertag im bcc Berlin Congress Center. Angesichts der angespannten wirtschafts- und finanzpolitischen Lage wurde unser Kampagnenmotto „Kein Wachstum, kein Deutschland“ vielfach aufgegriffen und intensiv mit Gästen vertieft. Auf dem Arbeitgebertag kamen Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Arbeitgeberverbände aller Wirtschaftszweige sowie zahlreicher Unternehmen zusammen. Neben Bundeskanzler Friedrich Merz sprachen unter anderem auch Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil, Arbeitsministerin Bärbel Bas, Digitalminister Karsten Wildberger und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche zu den Arbeitgebervertretern.

Wichtige politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger zog es vom 14. bis 16. November in den Europapark ins baden-württembergischen Rust, denn dort fand an diesem Wochenende der Deutschlandtag der Jungen Union statt. Auch wir als INSM waren mit einem Stand vertreten. Diesmal im Motto unserer Wachstumskampagne mit dem Slogan: „Kein Wachstum, kein Deutschland.“

Produktivitätsfortschritt ist die Keimzelle von Wirtschaftswachstum. – Doch Deutschland befindet sich im fünften Rezessionsjahr in Folge: Immer mehr Mobile und Produktive verlassen das Land. Dadurch steigt der Druck auf die aktuelle Bundesregierung, denn kontinuierliches Wachstum könnte den Haushalt entlasten, eine Umverteilung ermöglichen und den Sozialstaat bezahlbar halten.

Die Abschaffung des Bürgergeldes ist aktuell die einzige Initiative der Regierung, die vom „Herbst der Reformen“ übriggeblieben ist. Noch ist es nur ein politischer Beschluss, der Gesetzentwurf lässt noch auf sich warten. Aber nach wie vor ist umstritten, wie man diese Grundsicherung anpassen und verschärfen kann. Unter der Frage „Ende des Bürgergeldes – Ende des Sozialstaates?“ hat die INSM am 5. November ins Allianz Forum geladen, wo intensiv und engagiert diskutiert wurde.

Drei unterschiedliche Ökonomen in unterschiedlichen Rollen, aber mit gar nicht so unterschiedlichen Meinungen. Es ging um den Herbst der Reformen, und wie ein Winter der Entlassungen vermieden werden kann. Aktuelle Herausforderungen der Regierung wurden bei dieser INSM-Veranstaltung im Axica-Tagungszentrum neben dem Brandenburger Tor ebenso thematisiert wie mögliche Lösungsansätze.

Zum 25-jährigen Jubiläum der INSM kamen am 18. September im Haus der Kulturen der Welt rund 250 Spitzenvertreter aus Politik, Medien und Wirtschaft zusammen. Auf der Bühne gratulierten unter anderem Kanzleramtsminister Thorsten Frei, der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sowie Gesamtmetall-Präsident Dr. Stefan Wolf.

Am 9. September 2025 wurden die Ergebnisse des INSM-Bildungsmonitors 2025 von Studienautor Prof. Dr. Axel Plünnecke vom IW Köln und INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben vorgestellt. Gastredner war der sächsische Kultusminister Conrad Clemens, der erläuterte, wie Sachsen seit nunmehr 20 Jahren den Spitzenplatz im Bildungsranking halten konnte.

Bürokratie ist seit Jahren in jeder Unternehmensbefragung der Standortnachteil Nr. 1 und das größte Investitionshindernis in Deutschland. Der Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft hat sich in den letzten drei Jahren mehr als verdreifacht. Die Zahl der Bundesbeamten wächst seit Jahren. Mit dem neuen Koalitionsvertrag soll nun aber am Bürokratieabbau gearbeitet werden: 25 Prozent weniger Berichtspflichten, 8 Prozent weniger Stellen in der Bundesverwaltung und zusätzlich das neu geschaffene Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung

Die Daten zur wirtschaftlichen Situation Deutschlands zeichnen ein dramatisches Bild. Die mögliche nächste Koalition hat die Ergebnisse ihrer Sondierungen vorgelegt. Besonders pikant: Während Union und SPD sehr klar und detailliert die Aufnahme riesiger Schuldenberge beschreiben, bleiben wirkliche Strukturreformen nur vage. Aber welche Auswirkungen haben die Vorhaben beider Fraktionen?

Ein Blick auf die beruflichen Hintergründe der Bundestagsabgeordneten zeigt ein deutliches Muster: Der Großteil ist im öffentlichen Dienst oder als Lehrer beschäftigt und nur ein kleiner Anteil war zuvor als Unternehmer tätig. Insbesondere in der aktuellen Situation mit einer desolaten Wirtschaft und gleichzeitig großen politischen Herausforderungen stellt sich daher die Frage, ob Unternehmer die besseren Politiker sind.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem so schlechten Zustand wie zuletzt in der Finanzkrise 2009, konstatiert der IWH-Ökonom Steffen Müller. Die deutsche Politik muss deswegen eine Wirtschaftswende vollziehen und die Parteien müssen die Rettung der Wirtschaft in den Mittelpunkt des Wahlkampfes rücken!