Konjunktur – Motor für wirtschaftliches Wachstum
Die Konjunktur ist ein entscheidender Faktor für das wirtschaftliche Wachstum und den Wohlstand eines Landes. Von Konjunkturpaketen bis zu Strukturreformen – erfahren Sie, welche Ansätze erfolgreich sind und wie sie umgesetzt werden können.
Publikationen zum Thema Konjunktur
Wie kann die Soziale Marktwirtschaft im Zeitalter der Globalisierung, des demografischen Wandels und der Wissensgesellschaft erfolgreich bestehen? Unsere Veröffentlichungen geben Antworten. Hier finden Sie alle Publikationen der INSM.
Pressemeldungen zum Thema Konjunktur
Hier finden Sie alle Pressemeldungen der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Kontakt: Carl-Victor Wachs Telefon: 0176 61649030 E-Mail: wachs@insm.de
- KonjunkturPressemitteilung
Koalitionsausschuss: Ein großer Schritt für die Koalition, ein kleiner für die Wirtschaft.
INSM lobt Arbeitsrechtsflexibilisierung und Bürokratieabbau, vermisst aber spürbare Entlastungen. INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben: „Mehr, als sich die Koalition zugetraut hätte, aber kein Aufbruchssignal“ / INSM-Volkswirte bewerten Arbeitsmarkt, Steuern und Industriepolitik im Detail.
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Global Europe 2.0: INSM-Veranstaltung zu Wachstumschancen durch Freihandel
Veranstaltung heute, 23. Februar 2026, um 13:00 Uhr in der Sky-Lobby des Axica-Tagungszentrums in Berlin mit Prof. Lisandra Flach, Rixa Fürsen, Stefan Rouenhoff und Heinz Möddel. Die Bedeutung von Freihandel rückt durch das Mercosur-Abkommen und die erratischen Trump-Zölle zunehmend in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Freihandel ist ein zentrales Fundament für den Wohlstand der Exportnation Deutschland. Jede Veränderung im internationalen Handel hat direkte Konsequenzen für Unternehmen, Arbeitsplätze und Verbraucher hierzulande. Allein die „Trump-Zölle“ reduzieren das Deutsche BIP um 0,13 Prozent.
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Vor CDU-Parteitag: Bürger stellen Regierung schlechtes Zeugnis für Wirtschaftspolitik aus / große Mehrheit fordert radikale Wirtschaftswende
Die Menschen in Deutschland sehen die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung überwiegend kritisch. Nach einer Repräsentativbefragung von INSA im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bewerten 54 Prozent die aktuelle Wirtschaftspolitik als schlecht oder sehr schlecht. Nur 19 Prozent als gut oder eher gut. Der negative Blick wird von den Anhängern fast aller Parteien geteilt, lediglich bei den Unionsanhängern gibt es ein etwas optimistischeres Bild mit 40 Prozent Zustimmung (29 Prozent negativ).
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INSM-Studie von internationalem Ökonomenteam: Machtwechsel im Iran könnte BIP in Deutschland und der EU um 0,3 bis 0,4 Prozent steigern
Ein grundlegender politischer Wandel im Iran und eine anschließende Wiedereingliederung des Landes in die Weltwirtschaft könnten erhebliche wirtschaftliche Vorteile für Deutschland und Europa bringen. Das zeigt eine neue Studie eines internationalen Teams von Ökonomen des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WiFO), des Wiener Instituts für internationale Wirtschaftsvergleiche und der Drexel University Philadelphia/USA, der auch iranische Ökonomen angehören, im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).
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ÖkonomenBlog zum Thema Konjunktur
Der ÖkonomenBlog richtet sich an alle, die sich für Ökonomie interessieren und politische Diskussionen aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht beleuchten wollen. Prominente und ausgewiesene Experten veröffentlichen hier fundierte Beiträge zu aktuellen Wirtschaftsthemen. Die Beiträge geben jeweils die Meinung der Autoren wieder.

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Kampagnen zum Thema Konjunktur
Konjunktur
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
- Deutschland befindet sich seit mehreren Jahren in einer konjunkturellen Schwächephase
- Die Wirtschaft wächst seit 2019 nur sehr schwach und stagniert weitgehend.
- Die deutsche Wettbewerbsfähigkeit leidet unter hohen Kosten und strukturellen Belastungen.
- Wachstum erfordert bessere Rahmenbedingungen für Investitionen, Arbeit und Innovation
Was ist Konjunktur?
Konjunktur beschreibt die kurzfristige wirtschaftliche Entwicklung einer Volkswirtschaft. Wichtige Indikatoren zur Berechnung der Konjunktur, sind das Bruttoinlandsprodukt, die Inflationsrate, die Arbeitslosenquote und die Beschäftigungsquote.
Konjunktur beschreibt die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung einer Volkswirtschaft. Sie wird anhand verschiedener Indikatoren wie der Arbeitslosen- bzw. Beschäftigungsquote, dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts und der Inflationsrate gemessen. Langfristig entwickelt sich die Wirtschaft entlang ihres Produktionspotenzials. Dieses beschreibt die Wirtschaftsleistung, die bei normaler Kapazitätsauslastung dauerhaft erbracht werden kann. Das Wachstum dieses Produktionspotenzials wird als Potenzialwachstum bezeichnet und gibt an, wie stark die Wirtschaft langfristig bei optimaler Auslastung der Produktionsfaktoren wachsen könnte. In der Realität verläuft die wirtschaftliche Entwicklung jedoch nicht gleichmäßig entlang dieses Potenzialpfads. Die tatsächliche Wirtschaftsleistung kann kurzfristig etwa aufgrund von Nachfrageschwankungen, Krisen oder außergewöhnlich günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen über oder unter ihrem Produktionspotenzial liegen: Die Wirtschaft schwankt im Rahmen eines Konjunkturzyklus um ihren langfristigen Entwicklungspfad. Dieser besteht aus vier wiederkehrenden Phasen:
- Hochkonjunktur (Boom)
- Rezession (Abschwung)
- Depression (Tiefpunkt)
- Aufschwung (Expansion)
Die Phase der Hochkonjunktur (Boom) stellt den Höhepunkt eines Konjunkturzyklus dar. Die Produktionskapazitäten der Unternehmen sind weitgehend oder vollständig ausgelastet und die Beschäftigungsquote ist hoch. Zusätzliche Nachfrage nach Konsum- und Dienstleistungsgütern kann häufig nicht mehr durch eine Ausweitung der Produktion gedeckt werden. Stattdessen steigen die Preise, wodurch die Gefahr einer höheren Inflation wächst.
Auf die Hochkonjunktur folgt im idealtypischen Konjunkturzyklus der Abschwung, die sogenannte Rezession. Die Wirtschaftsleistung wächst nicht mehr, beginnt also zu stagnieren, oder nimmt sogar ab. Von einer Rezession ist die Rede, wenn das Bruttoinlandsprodukt mindestens zwei aufeinander folgende Quartale, im Vergleich zu den Vorquartalen, zurückgeht. In dieser Phase ist die Nachfrage rückläufig, die Produktionskapazitäten stagnieren oder werden reduziert. Gleiches gilt für die Beschäftigungsquote. Konjunkturpolitik mit Maßnahmen wie Steuersenkung oder Exportförderung kann einer Rezession entgegenwirken.
Wird einer Rezession nicht mittels aktiver Konjunkturpolitik und ordnungspolitischen Maßnahmen entgegengewirkt, rutscht die Wirtschaft im Konjunkturzyklus in eine Depression. Das ist das Suboptimum der Konjunktur. Auf diesem Tiefpunkt befindet sich die Wirtschaftsleistung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, längerfristig auf einem niedrigen Niveau und die Beschäftigungsquote in einem Tief. Gleichzeitig sind Nachfrage, Produktion und Investitionen schwach, sodass die Wirtschaft nur schwer wieder auf einen Wachstumspfad zurückfindet. In schweren Krisen können staatliche Maßnahmen und geldpolitische Impulse nötig sein, um die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen.
Schafft die Wirtschaft es z.B. durch aktive Konjunkturpolitik wieder aus der Depressionsphase heraus, gelangt sie im Konjunkturzyklus in die Aufschwungphase, in die sogenannte Expansion. Dank wieder zunehmender Nachfrage, Investitionen und damit einhergehenden Produktionssteigerungen nimmt auch die Wirtschaftsleistung wieder zu. Dies ist in der Konjunktur eine Phase des Wachstums. Arbeitsplätze werden geschaffen, die Beschäftigungsquote steigt an. Durch die Rückkehr des wachsenden Bruttoinlandsprodukts steuert die Wirtschaft in dieser Phase erneut auf die Hochkonjunktur und der idealtypische Konjunkturzyklus beginnt von neuem.
In der Realität kann nicht jede konjunkturelle Schwankung verhindert werden. Ziel der Sozialen Marktwirtschaft ist jedoch die Schaffung von Rahmenbedingungen, die nachhaltiges Wachstum entlang des Produktionspotenzials ermöglichen und starke Ausschläge nach oben wie unten begrenzen. So soll der Wohlstand der Bevölkerung gesichert und auch der Fortschritt vorangetrieben werden.
Deutschland stagniert seit Jahren und befindet sich in der längsten Wirtschaftskrise seit 1945. Die Konjunktur ist also geschwächt. Berücksichtigt man die aktuellen Prognosen für das Jahr 2026, ist die deutsche Wirtschaft seit 2019 abseits von pandemiebedingten Sondereffekten kaum gewachsen. Um Deutschland wieder auf Wachstumskurs zu bringen, sodass sich Investitionen und Arbeit wieder lohnen, braucht es angebotsorientierte Reformen. Reformen, die die Rahmenbedingungen verbessern und zu mehr Wettbewerbsfähigkeit führen. Dazu gehören in dieser Wirtschaftslage eine Senkung von Steuer- und Sozialabgaben, eine Flexibilisierung des Arbeitsmarkts sowie ein umfassender Abbau von Bürokratie. Das sind wichtige Aspekte einer wachstumschaffenden Konjunkturpolitik.
Quellen:
Kooths, S. (2025). Marktwirtschaft – Wohlstand, Wachstum, Wettbewerb. Wirtschaftsordnung und Wirtschaftsprozess (Bd. 2). Kohlhammer.
Statistisches Bundesamt (Destatis). (2026). Langfristige Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. (zuletzt abgerufen am 24.08.2026).
Wie verläuft ein Konjunkturzyklus?
Die wirtschaftliche Entwicklung verläuft typischerweise in einem wiederkehrenden Zyklus aus Hochkonjunktur (Boom), Rezession (Abschwung), Depression (Tiefpunkt) und Expansion (Aufschwung).
Was ist das Produktionspotenzial?
Das Produktionspotenzial beschreibt die Wirtschaftsleistung, die bei normaler Auslastung der verfügbaren Arbeitskräfte und Produktionsmittel dauerhaft erbracht werden kann.
Woran lässt sich die Konjunktur erkennen?
Die Konjunktur zeigt sich vor allem an der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, der Beschäftigung und der Inflation.
Warum wächst die deutsche Wirtschaft derzeit nur schwach?
Hohe Steuer- und Sozialabgaben, bürokratische Lasten und mangelnde Arbeitsmarktflexibilität bremsen Investitionen und somit auch das Wirtschaftswachstum.
Welche Reformen können das Wirtschaftswachstum stärken?
Eine Senkung von Steuer- und Sozialabgaben, mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt sowie der Abbau von Bürokratie können die Wachstumsbedingungen verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.























