Energie und Umwelt – Marktwirtschaftlicher Klimaschutz für eine nachhaltige Zukunft

Der marktwirtschaftliche Klimaschutz spielt eine entscheidende Rolle bei der nachhaltigen Sicherung unserer Energieversorgung und dem Schutz der Umwelt. Die INSM liefert Informationen und Konzepte, die zeigen, wie wirtschaftliche Instrumente und marktbasierte Lösungen effektiv zur Reduktion von CO2- Emissionen und zur Förderung erneuerbarer Energien beitragen können.

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Publikationen zum Thema Energie & Umwelt

Wie kann die Soziale Marktwirtschaft im Zeitalter der Globalisierung, des demografischen Wandels und der Wissensgesellschaft erfolgreich bestehen? Unsere Veröffentlichungen geben Antworten. Hier finden Sie alle Publikationen der INSM.

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Pressemeldungen zum Thema Energie & Umwelt

Hier finden Sie alle Pressemeldungen der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Kontakt: Carl-Victor Wachs Telefon: 0176 61649030 E-Mail: wachs@insm.de

  • Energie & Umwelt
    Pressemitteilung

    INSM-Studie: Hohe Energiekosten belasten deutsche Industrie im weltweiten Vergleich sowohl bei Strom als auch bei Gas / Steuern, Abgaben und Umlagen sind Haupttreiber

    Deutschlands Industrie zahlt für Strom rund 75 Prozent mehr als Frankreich. Eine neue INSM-Studie von Prof. Dr. Manuel Frondel zeigt, warum staatliche Abgaben und Netzentgelte die Preise treiben – und welche energiepolitischen Reformen aus Sicht der Studie für mehr Wettbewerbsfähigkeit sorgen könnten.

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  • Energie & Umwelt
    Pressemitteilung

    INSM-Studie: Klimaschutz mit Tempolimit und E-Auto-Förderung deutlich teurer als Emissionshandel

    Die CO2-Vermeidungskosten sind bei ordnungsrechtlichen Klimaschutzmaßnahmen wie Tempolimits oder erzwungenem Kohleausstieg sowie bei der bisherigen Förderpolitik deutlich höher als beim EU-Emissionshandel. So das Ergebnis einer neuen Studie des Um-weltökonomen Professor Manuel Frondel vom RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsfor-schung Essen im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

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  • Energie & Umwelt
    Pressemitteilung

    Klimasteuer: Debatte im nachhaltigkeitsorientierten Magazin „Good Impact“

    INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben spricht sich im Good Impact Magazin gegen eine Klimasteuer aus.

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  • Energie & Umwelt
    Pressemitteilung

    INSM-Studie zeigt Machbarkeit von Klimageld-Erstattung an Bundesbürger

    Studie schlägt Absenkung der Stromsteuer, der Netzentgelte und weiterer Abgaben auf Strom zum Ausgleich steigender CO2-Preise vor

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Zu den Pressemitteilungen

ÖkonomenBlog zum Thema Energie & Umwelt

Der ÖkonomenBlog richtet sich an alle, die sich für Ökonomie interessieren und politische Diskussionen aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht beleuchten wollen. Prominente und ausgewiesene Experten veröffentlichen hier fundierte Beiträge zu aktuellen Wirtschaftsthemen. Die Beiträge geben jeweils die Meinung der Autoren wieder.

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Energie und Umwelt

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Deutschland weist im internationalen Vergleich hohe Energiepreise auf, die durch Steuern, Umlagen und Abgaben zusätzlich belastet werden.
  • Die Energieversorgung bleibt insbesondere bei Öl und Gas stark von Importen aus dem Ausland abhängig.
  • Der Emissionshandel gilt als zentrales marktwirtschaftliches Instrument, um Klimaschutz technologieoffen und kosteneffizient zu ermöglichen.
  • Für wettbewerbsfähige Strompreise sind ein Ausbau des Energieangebots, der erneuerbaren Energien und der Stromnetze sowie Technologieoffenheit erforderlich.

Was bedeutet Energie und Umwelt?

Energie und Umwelt umfasst die Versorgung mit Energie sowie den Schutz von Klima und natürlichen Lebensgrundlagen. Ziel ist es, eine Energieversorgung sicherzustellen, die zugleich bezahlbar, verlässlich und umweltverträglich ist. Dabei müssen Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz miteinander in Einklang gebracht werden.

 

Energie und Umwelt stellt Deutschland vor viele Herausforderungen. Die Strompreise in Deutschland gehören im internationalen Vergleich zu den höchsten und beeinflussen die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sowie die Kostenbelastung privater Haushalte. Ein besonderer Nachteil sind die staatlich verursachten Preisbestandteile in Form von Steuern, Umlagen und Abgaben. Im Standortwettbewerb mit Nordamerika sind die deutschen Gaspreise ein struktureller Nachteil. Hinzu kommt, dass das Problem der Importabhängigkeit fortbesteht: Vor allem bei fossilen Energieträgern wie Mineralöl und Gas ist Deutschland fast vollständig auf den Import aus dem Ausland angewiesen. Welche Risiken eine Importabhängigkeit für die Energieversorgung und Preisstabilität mit sich bringt, ist seit dem Ukrainekrieg und der Beendigung der Energiepartnerschaft mit Russland bekannt.

Um die Energieproduktion ausweiten und gleichzeitig Klimaneutralität erreichen zu können, bedarf es einer technologieoffenen und marktwirtschaftlichen Energiepolitik mit weniger kleinteiligen politischen Eingriffen und Regelungen sowie eines einheitlichen Emissionshandels als zentralem Instrument der Klimapolitik. Im energiepolitischen Zieldreieck aus Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit lag der Fokus in den vergangenen Jahren häufig auf der Umweltverträglichkeit. Perspektivisch sollten jedoch auch Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit stärker berücksichtigt werden, um die Energieversorgung verlässlich und wettbewerbsfähig zu gestalten.

Da der Klimawandel eine der größten Herausforderungen unserer Zeit darstellt, müssen wir die CO2-Emmissionen in Deutschland – aber vor allem global – deutlich verringern. Der CO2-Zertifikatehandel zeigt, wie Klimaschutz mithilfe marktwirtschaftlicher Mechanismen technologieoffen gelingen kann. Das Prinzip hinter dem CO2-Zertifikatehandel ist einfach wie genial: Ein CO2-Zertifikat ist eine Genehmigung, die es dem Besitzer erlaubt, eine Tonne CO2 auszustoßen. Dadurch erhalten CO2-Emissionen einen Preis. Gleichzeitig wird die jährlich erlaubte Menge an CO2-Ausstoß und die Anzahl der CO2-Zertifikate begrenzt und fortlaufend verringert. Das heißt, wer CO2 emittiert, muss dafür entsprechende CO2-Zertifikate kaufen. Da die CO2-Zertifikate limitiert sind, setzt sich derjenige durch, der bereit ist, am meisten dafür zu zahlen. Der CO2-Zertifikatehandel schafft also einen Marktmechanismus, bei dem der Preis für CO2-Zertifikate durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Der CO2-Zertifikatehandel schafft für Unternehmen und Bevölkerung mit der Zeit den Anreiz, auf CO2-Emmissionen und damit auf CO2-Zertifikate zu verzichten, da es langfristig wirtschaftlich effizienter ist, auf CO2-freie Alternativen umzusteigen. Der Europäische Emissionszertifikatehandel (EU ETS) war 2005 das erste länderübergreifende Emissionshandelssystem. Dennoch werden CO2-Emissionen dadurch regional – und unter Inkaufnahme der Abwanderung von Industrie, aber nicht global eingespart. Der gleiche Effekt entsteht aus dem deutschen Alleingang beim Klimaziel 2045 im Gegensatz zur Europäischen Union, die das Ziel verfolgt, 2050 klimaneutral sein zu wollen. Ergänzend zu einem globalen Emissionshandel bräuchte es kollektive, reziproke Klimaschutzabkommen und positive Anreize, um Trittbrettfahrerverhalten zu vermeiden. Ein solcher Anreiz könnte darin bestehen, dass Staaten, die Klimaschutzanstrengungen unternehmen, Handelsvorteile erhalten, während die weitere Verknappung von Zertifikaten an die Klimaschutzfortschritte anderer Weltregionen (bspw. G20) gekoppelt wird. Erreicht die Referenzgruppe ihre Ziele nicht, ist es für ambitionierte Staaten wie Deutschland legitim, eigene Klimaschutzanstrengungen zu verringern, um sich vor unfairen Wettbewerbsnachteilen zu schützen. So ließen sich Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit besser miteinander verbinden.

Der notwendige Ausbau erneuerbarer Energien und der Stromnetze sowie der Verzicht auf russisches Gas haben in Deutschland zu steigenden Strompreisen geführt. Zur effektiven Senkung der Strompreise muss das Stromangebot in Deutschland mittel- und langfristig technologieoffen ausgeweitet werden: Solange der Emissionszertifikatspreis den Weiterbetrieb von Kohlekraftwerken wirtschaftlich erlaubt, sollten diese nicht abgestellt werden. Auch bei Kernkraftwerken gilt: Wir brauchen die rechtlichen Rahmenbedingungen, dass Investitionen in herkömmliche Kernkraftwerke oder moderne Small Modular Reactors (SMR) wieder möglich werden, wenn sie als ökonomisch sinnvoll bewertet werden.

Quellen:

Frondel, M. (2025). Strom- und Gaspreise für heimische Industrieunternehmen im internationalen und intertemporalen Vergleich. Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Ruhr-Universität Bochum.

Hesse (2026, Veröffentlichung folgt in Kürze): Increasing the Resilience of the EU Emissions Trading System through Rules-Based Reciprocity and Internationalisation, Denkfabrik R21.

  • Wie funktioniert der CO₂-Emissionshandel?

    Unternehmen müssen für ihren CO2-Ausstoß Zertifikate erwerben. Da die Anzahl der Zertifikate begrenzt ist und schrittweise sinkt, entsteht ein Anreiz, Emissionen zu reduzieren und klimafreundliche Technologien einzusetzen.

  • Warum wird der Emissionshandel als marktwirtschaftliches Klimaschutzinstrument angesehen?

    Der Staat gibt nur die zulässige Emissionsmenge vor, während der Markt den Preis für CO2 bestimmt. Unternehmen können selbst entscheiden, wie sie ihre Emissionen am kostengünstigsten reduzieren.

  • Was beschreibt das energiepolitische Zieldreieck?

    Das energiepolitische Zieldreieck besteht aus Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit. Eine erfolgreiche Energiepolitik muss alle drei Ziele miteinander in Einklang bringen.

  • Welche Maßnahmen werden zur Senkung der Strompreise vorgeschlagen?

    Vorgeschlagen werden ein technologieoffener Ausbau des Energieangebots, der Ausbau der Stromnetze sowie die Möglichkeit, verschiedene Technologien wie erneuerbare Energien, Kohlekraftwerke und Kernenergie wirtschaftlich zu nutzen.