Bildung – Die entscheidende Zukunftsressource für Deutschland

Trotz der dringend notwendigen Haushaltskonsolidierung muss den Ausgaben für Bildung und Forschung in den öffentlichen Haushalten eine hohe Priorität eingeräumt werden. Denn Bildung ist die entscheidende Zukunfts-Ressource für Deutschland, sie ist die wichtigste Voraussetzung für mehr Wachstum.

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Publikationen zum Thema Bildung

Wie kann die Soziale Marktwirtschaft im Zeitalter der Globalisierung, des demografischen Wandels und der Wissensgesellschaft erfolgreich bestehen? Unsere Veröffentlichungen geben Antworten. Hier finden Sie alle Publikationen der INSM.

Pressemeldungen zum Thema Bildung

Hier finden Sie alle Pressemeldungen der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Kontakt: Carl-Victor Wachs Telefon: 0176 61649030 E-Mail: wachs@insm.de

  • Bildung
    Pressemitteilung

    INSM-Bildungsmonitor 2026: Sachsen bleibt Bildungssieger, Bayern Vize-Meister

    Sieger im Bildungsranking der deutschen Bundesländer bleibt auch im INSM-Bildungsmonitor 2026 Sachsen, gefolgt von Bayern. Dahinter folgen Hamburg, Baden-Württemberg und das Saarland. Am Ende des Feldes liegen Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schlusslicht bleibt Bremen.

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  • Bildung
    Pressemitteilung

    INSM-Bildungsmonitor 2026 wird nächste Woche vorgestellt / Bewegung im Länder-Ranking

    Der neue INSM-Bildungsmonitor wird am kommenden Montag, 14. September 2026 in den Design Offices Berlin (Humboldthafen, Alexanderufer 3-7, 10117 Berlin) ab 12.45 Uhr (Einlass und Imbiss ab 12 Uhr) vorgestellt. Im Rahmen einer Fachveranstaltung, an der auch Bundesbildungsministerin Karin Prien teilnimmt, zeigen die Studienautoren, welche Bundesländer ihre Hausaufgaben gemacht haben, wer die Bildungsaufsteiger und die Bildungsabsteiger sind.

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  • Bildung
    Pressemitteilung

    Social-Media-Konsum gefährdet psychische Gesundheit und Bildungserfolg von Kindern

    Berlin - Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) warnt vor den weitreichenden negativen Folgen einer übermäßigen Nutzung digitaler Medien. Die Daten zeigen einen besorgniserregenden Zusammenhang zwischen intensiver Social-Media-Nutzung, sinkenden PISA-Werten und einer Zunahme psychischer Belastungen bei Schülern.

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  • Bildung
    Pressemitteilung

    INSM-Bildungsmonitor: Sachsen und Bayern führen im Bildungs-system. Brandenburg und Bremen sind Schlusslichter

    Sieger im Bildungsranking der deutschen Bundesländer bleibt auch nach dem neusten INSM-Bildungsmonitor Sachsen, gefolgt von Bayern. Dahinter folgen Hamburg, Baden-Württemberg und Thüringen. Am Ende des Hauptfeldes liegen Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, und Schlusslicht bleibt Bremen.

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ÖkonomenBlog zum Thema Bildung

Der ÖkonomenBlog richtet sich an alle, die sich für Ökonomie interessieren und politische Diskussionen aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht beleuchten wollen. Prominente und ausgewiesene Experten veröffentlichen hier fundierte Beiträge zu aktuellen Wirtschaftsthemen. Die Beiträge geben jeweils die Meinung der Autoren wieder.

Zum Ökonomenblog

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Veranstaltungen zum Thema Bildung

Die INSM live erleben.

  • Vorstellung INSM-Bildungsmonitor 2026

    Am 14. September 2026
    von 12:00 bis 14:15 Uhr

    Design Offices Berlin Humboldthafen
    Alexanderufer 3-7, 10117 Berlin

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  • Lunch zum Bildungsmonitor Spezial: Machen digitale Medien unsere Kinder dumm? Wie sie den Bildungserfolg prägen.

    Am 13. April 2026
    von 12:00 bis 14:00 Uhr

    Design Offices Berlin Humboldthafen
    Alexanderufer 3-7, 10117 Berlin

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  • Pressekonferenz: Bildungsmonitor 2025

    Am 09. September 2025
    von 09:00 bis 10:30 Uhr

    Hauptstadtlounge im Haus der Bundespressekonferenz
    Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin

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Bildungspolitik und Chancengerechtigkeit

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Bildung ist die wichtigste Voraussetzung für Chancengerechtigkeit, sozialen Aufstieg und gesellschaftliche Teilhabe.
  • In Deutschland hängt der Bildungserfolg noch immer stark von der sozialen Herkunft ab.
  • Sprachdefizite, Lehrkräfteengpässe und Unterrichtsausfälle können bestehende Bildungsungleichheiten verstärken.
  • Bildung ist ein entscheidender Standortfaktor und trägt zur Sicherung von Fachkräften, Innovation und Wohlstand bei

Was ist Bildungspolitik und Chancengerechtigkeit?

Bildungspolitik und Chancengerechtigkeit gehören zu den zentralen Voraussetzungen, um das Versprechen der Sozialen Marktwirtschaft einzulösen. Ziel einer chancengerechten Bildungspolitik ist es, allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Bildungsstand der Eltern bestmögliche Bildungs- und Entwicklungschancen zu ermöglichen.

 

Chancengerechte Bildung ist eines der zentralen Versprechen der Sozialen Marktwirtschaft. Jeder Mensch soll unabhängig von seiner sozialen Herkunft die Möglichkeit erhalten, seine Talente zu entfalten, gesellschaftlich aufzusteigen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Bildung ist dafür der wichtigste Schlüssel. Sie fördert individuelle Fähigkeiten, ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und verbessert die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Menschen mit einem höheren Bildungsniveau sind seltener von Arbeitslosigkeit betroffen, erzielen im Durchschnitt höhere Einkommen und können sich besser an wirtschaftliche und technologische Veränderungen anpassen. Bildung bestimmt damit nicht nur den individuellen Lebensweg, sondern auch die wirtschaftlichen und sozialen Perspektiven einer Gesellschaft.

Gleichzeitig zeigt sich in Deutschland nach wie vor ein enger Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft. Bereits im frühen Kindesalter entstehen Unterschiede bei Sprachkompetenzen, Lernvoraussetzungen und Bildungsbeteiligung, die sich im weiteren Bildungsverlauf häufig verfestigen. Kinder aus bildungsnahen Haushalten erhalten häufiger Unterstützung beim Lernen, verfügen oftmals über bessere sprachliche Voraussetzungen und werden im Elternhaus stärker an Bildungs- und Kulturangebote herangeführt. Dadurch entstehen Startvorteile, die späteren Bildungserfolg beeinflussen können. Wo diese Unterschiede nicht durch das Bildungssystem ausgeglichen werden, bleiben Aufstiegschancen ungleich verteilt.

Besonders deutlich wird dies bei der Sprachentwicklung. Sprachkompetenz ist die Grundlage nahezu aller schulischen Lernprozesse. Wer Texte schlechter versteht, hat nicht nur im Deutschunterricht Nachteile, sondern häufig auch in Mathematik, den Naturwissenschaften oder gesellschaftswissenschaftlichen Fächern. Defizite in den frühen Bildungsjahren erschweren deshalb den weiteren Kompetenzerwerb und können sich über die gesamte Bildungsbiografie hinweg auswirken. Frühkindliche Bildung und gezielte Sprachförderung sind daher besonders wirksame Instrumente, um ungleiche Startbedingungen frühzeitig zu verringern.

Gleichzeitig haben sich wichtige Leistungsindikatoren des deutschen Bildungssystems in den vergangenen Jahren verschlechtert. Internationale Vergleichsstudien, wie die PISA-Studien der OECD zeigen seit Jahren rückläufige Kompetenzen deutscher Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Dies ist nicht nur aus bildungspolitischer Sicht problematisch. Geringere Kompetenzen erschweren den erfolgreichen Übergang in Ausbildung, Studium und Beruf und können langfristig zu Fachkräfteengpässen führen. Wenn ein wachsender Teil der jungen Generation grundlegende Bildungsziele nicht erreicht, sinkt das Potenzial für Innovation, Produktivität und wirtschaftliches Wachstum.

Hinzu kommen strukturelle Herausforderungen wie Lehrkräfteengpässe und Unterrichtsausfälle. Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler sind davon häufig besonders betroffen. Dadurch entsteht ein doppelter Nachteil: Gerade jene Kinder und Jugendlichen, die in besonderem Maße auf die Unterstützung durch die Schule angewiesen sind, erhalten oftmals weniger Unterricht oder ungünstigere Lernbedingungen. Bildungsungleichheiten werden dadurch nicht verringert, sondern teilweise sogar verstärkt.

Bildungspolitik ist deshalb weit mehr als Gesellschaftspolitik. Sie ist zugleich Wirtschafts-, Innovations- und Standortpolitik. In einer alternden Gesellschaft werden Fachkräfte zunehmend zum knappen Produktionsfaktor. Jede nicht ausgeschöpfte Bildungs- und Qualifizierungschance reduziert damit zugleich das künftige Arbeitskräftepotenzial. Bildung schafft Humankapital, erhöht die Produktivität von Beschäftigten und stärkt die Innovationsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Gerade mit Blick auf Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und den internationalen Wettbewerb wird die Qualität des Bildungssystems damit zu einem entscheidenden Standortfaktor.

Umso wichtiger ist eine Bildungspolitik, die Leistungsfähigkeit und Chancengerechtigkeit gleichermaßen stärkt. Entscheidend ist dabei nicht allein die Höhe der eingesetzten Mittel, sondern ihr zielgerichteter Einsatz. Bildungsinvestitionen entfalten ihre größte Wirkung dort, wo der Unterstützungsbedarf am höchsten ist und besonders große Kompetenzgewinne erzielt werden können. Frühkindliche Bildung und Sprachförderung, eine bedarfsgerechte Mittelverteilung anhand sozialer Herausforderungen, eine verlässliche Unterrichtsversorgung, datengestützte Schulentwicklung sowie eine starke berufliche Orientierung können dazu beitragen, Bildungsungleichheiten zu verringern und individuelle Potenziale besser zu entfalten. Ziel muss es sein, jedem Kind unabhängig von Herkunft, Wohnort oder Einkommen der Eltern die Chance zu geben, seine Fähigkeiten bestmöglich zu entwickeln. Nur so kann Bildung ihrem Anspruch gerecht werden, Chancengerechtigkeit zu fördern, sozialen Aufstieg zu ermöglichen und die Zukunftsfähigkeit Deutschlands zu sichern.

Quellen:

Kooths, S. (2025). Marktwirtschaft – Wohlstand, Wachstum, Wettbewerb. Wirtschaftsordnung und Wirtschaftsprozess (Bd. 2). Kohlhammer.

Anger, S. (2025). Wie schulische und berufliche Bildung die Lebens- und Arbeitsmarktchancen verbessert. Wirtschaftsdienst, 105(11), 781-786.

OECD. (2023). PISA 2022 Ergebnisse (Band I): Lernstände und Bildungsgerechtigkeit. OECD Publishing.

OECD (2026), PISA 2025 Results (Volume I): Future-Ready Students, PISA, OECD Publishing, Paris

  • Warum ist Bildung ein wichtiger Standortfaktor?

    Bildung schafft Humankapital, erhöht die Produktivität und stärkt Innovationsfähigkeit sowie Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft.

  • Welche Rolle spielt Sprachförderung für den Bildungserfolg?

    Gute Sprachkompetenzen sind die Grundlage für erfolgreiches Lernen in nahezu allen Schulfächern und erleichtern die weitere Bildungsbiografie.

  • Warum kommt es bei Bildungsinvestitionen nicht nur auf die Höhe der Ausgaben an?

    Entscheidend ist, dass Ressourcen eingesetzt werden, wo der Unterstützungsbedarf am größten ist und die höchste Wirkung erzielt werden kann. Dadurch lassen die Bildungsungleichheiten gezielter abbauen.