INSM-Umfrage: Wirtschaftliche Krise drückt auf die Weihnachtsfreude
Wie steht es um die wirtschaftliche Stimmung in Deutschland?
Die Lage ist angespannt: Jeder zweite Mensch will dieses Weihnachten weniger ausgeben – aus Sorge um die wirtschaftliche Zukunft. Selbst die Feiertage werden von Abstiegsängsten überschattet.
Unsere gemeinsam mit Civey durchgeführte Umfrage zeigt klar: Die Mehrheit der Menschen empfindet die wirtschaftliche Situation als kritisch. Das prägt Konsumverhalten, Zukunftspläne und Erwartungen an die Politik. Viele müssen sparen, weil politische Entschlossenheit fehlt – dabei wäre sie dringend nötig, um wieder Zuversicht und Wachstum zu schaffen.
Jeder Zweite will dieses Weihnachten weniger ausgeben

Die wirtschaftliche Lage dämpft die Weihnachtsfreude spürbar: 46 Prozent der Menschen in Deutschland wollen dieses Weihnachten weniger ausgeben, 45,8 Prozent bleiben bei ihrem Budget, nur 3,5 Prozent planen Mehrausgaben. Besonders betroffen sind die 40- bis 49-Jährigen, von denen 54,8 Prozent mit Einschnitten rechnen. Einen leichten Gegentrend gibt es bei den Jüngeren: Unter den 18- bis 29-Jährigen will etwa jeder Zehnte mehr ausgeben. Insgesamt zeigt sich: Die angespannte Wirtschaftslage belastet das Fest quer durch alle Generationen.
Fünf von sechs sehen die wirtschaftliche Lage als schlecht

Die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage ist eindeutig negativ: 84 Prozent der Menschen halten die deutsche Wirtschaft für „eher“ oder „sehr schlecht“, nur 12,7 Prozent bewerten sie positiv. Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den politischen Lagern. Am optimistischsten sind Anhänger der Grünen (34,8 Prozent), gefolgt von SPD (24,5 Prozent), Linken (20,2 Prozent) und CDU (10,1 Prozent). Besonders pessimistisch blicken AfD-Wähler auf die Wirtschaft: 97,4 Prozent sehen die Lage als schlecht, 83,6 Prozent sogar als sehr schlecht.
Nur jeder Dritte blickt sorgenfrei in die wirtschaftliche Zukunft

Abstiegsängste prägen die Stimmung: 62 Prozent der Menschen befürchten, dass sich ihre wirtschaftliche Lage in den nächsten drei Jahren verschlechtert, nur ein Drittel sieht das nicht so. Besonders groß ist die Sorge bei AfD- (80,2 Prozent) und BSW-Anhängern (77,4 Prozent). Am zuversichtlichsten sind Grünen-Wählern, von denen 54,3 Prozent keine Verschlechterung erwarten. Insgesamt überwiegt die wirtschaftliche Unsicherheit klar.









