INSM-Gutachten: Die Steuerbelastung der Unternehmen im internationalen und zeitlichen Vergleich
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat im Auftrag der INSM die Steuerbelastung in Deutschland im internationalen Wettbewerb untersucht.

Zentrales Ergebnis:
Deutschland ist und bleibt mit einer tariflichen Steuerbelastung von über 30 Prozent und einer Rekord-Abgabenquote von fast 42 Prozent im internationalen Vergleich ein Hochsteuerland. Während viele OECD-Staaten ihre Unternehmenssteuern seit 2008 gesenkt haben, stieg die Belastung in Deutschland durch höhere Gewerbesteuersätze leicht an. Das gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit und macht Reformen wie die Senkung der Körperschaftsteuer oder die Abschaffung des Solidaritätszuschlags überfällig.
Ein Überblick:
1. Steuer- und Abgabenquote im internationalen Vergleich
Diese Quote misst den Anteil des Steueraufkommens und der Sozialversicherungsabgaben am Bruttoinlandsprodukt, zeigt also an, wie hoch der Anteil der gesamtwirtschaftlichen Leistung ist, der durch den Staat absorbiert wird.
Im internationalen Vergleich liegt Deutschland über dem OECD-Durchschnitt im oberen Mittelfeld. Mit 38,0 Prozent ist die Belastung z.B. deutlich höher als in den USA (25,6 %) oder Irland (21,7 %). Mexiko ist mit 18,3 Prozent gefolgt von Kolumbien (19,9 %) das OECD-Mitglied mit der niedrigsten Steuer- und Abgabenquote. Der internationale Vergleich verdeutlicht, dass Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland stark mit Steuern und Abgaben belastet sind.


















