Digitale Transformation: Deutschland scheitert beim E-Government
Deutschland verfehlt beim E-Government krachend seine selbstgesteckten Ziele und steht auch im EU-Vergleich schlecht da. Das Behörden-Digimeter auf dieser Seite ist ein fortlaufendes Projekt, mit dem die INSM die Umsetzung des sogenannten Online-Zugangsgesetzes (OZG) überprüft, mit dem die Verwaltung in Deutschland digitalisiert werden soll.
Ausgangslage: Ziel verfehlt, Fortschritt zu langsam
Beim Onlinezugangsgesetz (OZG) sollten Bund, Länder und Kommunen ihre wichtigsten Verwaltungsleistungen bis zum 31.12.2022 digital anbieten. Anfang 2026 sind jedoch erst 823 von 7.509 Einzelleistungen bundesweit flächendeckend umgesetzt – die Verwaltungsdigitalisierung kommt weiterhin deutlich zu langsam voran.
Methodische Anpassung: Warum das Digimeter 2026 genauer misst
Für das Digimeter 2026 wurde die Berechnungsgrundlage angepasst, weil die Daten inzwischen anders aufbereitet und über das Portalverbund Online-Gateway (PVOG) bereitgestellt werden. Dadurch kann man erstmals innerhalb der OZG-Leistungsbündel auf die einzelnen Verwaltungsleistungen schauen.
Die frühere Logik war zu optimistisch: Sobald eine Leistung innerhalb eines Leistungsbündels digital verfügbar war, galt das gesamte Bündel als „umgesetzt“. Die neue Methodik zählt stattdessen die 7.509 Einzelleistungen und prüft deren tatsächliche (flächendeckende) Verfügbarkeit – so werden Überschätzungen sichtbar.
Zusätzlich zur neuen, genaueren Auswertung werden die Ergebnisse auch nach der bisherigen Digimeter-Methodik ausgewiesen, damit Zeitvergleiche möglich bleiben.










