Subventionen im Spiegel der makroökonomischen Entwicklung
Seit 2000 hat sich das nominale BIP Deutschlands fast verdoppelt, begünstigt durch Globalisierung, günstige Energieimporte, niedrige Zinsen, einen schwachen Euro und eine starke Beschäftigungsentwicklung. Diese Faktoren sicherten lange die wirtschaftliche Stabilität Deutschlands – Schwächen, wie die demografische Entwicklung und die Abhängigkeit von russischen Energieimporten, wurden weitestgehend ignoriert.
Die steigenden Staatseinnahmen spiegeln diese positive Entwicklung wider: Die Einnahmen des Bundes haben sich seit 2000 ebenfalls verdoppelt – abgesehen von der Covid-19-Pandemie – und die Abgabenquote ist von 38,8 % (Merkel-Beginn) auf 40,8 % (2024) gestiegen. Trotz dieser stark anwachsenden Einnahmen werden die finanziellen Spielräume des Staates in der öffentlichen Debatte oftmals beklagt.
Die Ausgabenentwicklung hielt bis zur Pandemie mit den Einnahmen Schritt, wobei jedoch Sozialausgaben Vorrang vor Investitionen hatten. Dies zeigt sich heute in einem maroden öffentlichen Kapitalstock. Gegenüber dem Vor-Corona-Niveau ist der Bundeshaushalt um knapp 30 Prozent bzw. 120 Mrd. Euro angewachsen und verweilt strukturell auf diesem hohen Niveau – was u.a. durch steigende Sozialaus- und Zinsausgaben getrieben ist.