Der INSM-Ökonomenblog bietet Einblicke in die Denkweisen und Analysen renommierter Wirtschaftsexperten. Hier diskutieren Fachleute aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft aktuelle Themen rund um Soziale Marktwirtschaft, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.


Die Aussetzung der Schuldenbremse macht in der Corona-Pandemie Sinn. Aber die Politik könnte der Verlockung unterliegen, das zusätzliche Geld auch für Projekte auszugeben, die mit der Pandemie nichts zu tun haben. Eine Schätzung.


Neueste Studien zeigen, wie sich das Markteinkommen der deutschen Bevölkerung durch die Folgen der Pandemiebekämpfung verändert hat. Es deutet sich an, dass das Eingreifen des Sozialstaats über Steuer- und Transfer-Systeme sowie zusätzliche finanzielle Hilfen auch im Jahr 2020 funktioniert hat.


Um steigenden Infektionszahlen entgegenzuwirken, wurden im Zuge des Lockdowns auch die Schulen im Dezember vor den Weihnachtsferien geschlossen und seitdem auf Fernunterricht gewechselt. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass sich durch Schulschließungen die Ungleichheit der Bildungschancen verschärfen dürfte. Seit Anfang Januar sinken die Infektionszahlen deutlich, jedoch wird befürchtet, dass durch Mutationen des Virus wieder steigende Infektionszahlen auftreten könnten. Vor diesem Hintergrund sollten die Chancen eines Wechselmodells an Schulen näher betrachtet werden.


Das Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW bescheinigt dem Standort Deutschland unnötige bürokratische Lasten, wovon insbesondere die kleinen und mittelständischen Unternehmen betroffen sind. Deshalb: Um Deutschland wieder familienunternehmerfreundlich zu machen, bedarf es jetzt einer klugen Wirtschaftspolitik.


Seit dem neuen Jahr sind die Preise für Benzin, Diesel und Erdgas gestiegen. Denn für fossile Kraft- und Brennstoffe ist seit diesem Jahr ein (jährlich steigender) CO2-Preis zu entrichten. Das ist aus Umweltgründen wünschenswert, aber für einkommensschwache Haushalte ein Problem. Die Lösung: Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung wieder zurückverteilen. Zum Beispiel indem man die Stromsteuer senkt und zahlreiche Abgaben und Umlagen auf den Strompreis gänzlich abschafft.


Von dem Machtwechsel in den USA versprechen sich viele handelspolitische Akteure mehr Kooperation in den nächsten vier Jahren. Doch die USA haben vor allem ein konkretes Thema, zu dem sie kooperieren möchten: China. Für Deutschland und die EU ist China als Handels- und Investitionspartner viel zu wichtig, um die harte Konfrontation der USA mitzugehen. Gesucht wird nun der Mittelweg.


Wie kann die zu erwartende Finanzierungslücke in der gesetzlichen Rentenversicherung geschlossen werden? Es bleibt nur ein vernünftiger Weg, die Anhebung des Renteneintrittsalters, meint Prof Dr. Monika Schnitzer, die den Lehrstuhl für Komparative Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München innehat. Die Diskussion sollte jetzt in der Politik geführt werden, so die Ökonomin, die auch Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist. Ihr Argument: Die notwendigen Entscheidungen werden nicht angenehmer oder politisch leichter durchsetzbar, wenn man sie später trifft.


Zum 1. Januar haben sich Großbritannien und die Europäische Union auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Wie werden sich die Beziehungen in Zukunft entwickeln? Ein Ausblick von Dr. Berthold Busch.


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Auch ohne dass man „ökologisch“ dazuschreibt, verlangt die Idee der Sozialen Marktwirtschaft schon immer, dass gesellschaftliche Kosten des individuellen Wirtschaftens verursachungsgerecht zugeordnet werden müssen. Eine Kritik am neuen Grundsatzprogramm der Grünen.