ZEW: Ausnahmetatbestände erzeugen 2026 Mindereinnahmen von 43,5 Milliarden Euro
Die diversen ermäßigten Umsatzsteuersätze verursachen hohe Steuerausfälle, oft ohne überzeugende Begründung. Eine ZEW-Analyse zeigt, dass die Vielzahl an Ausnahmetatbeständen die Steuerbasis erheblich schmälert: Allein im Jahr 2026 summieren sich die Mindereinnahmen auf rund 43,5 Milliarden Euro. Eine Reduzierung der Ausnahmetatbestände könnte das Steuersystem nicht nur vereinfachen, sondern auch Spielräume für eine Senkung des regulären Umsatzsteuersatzes schaffen. Simulationen der Analyse zeigen, dass ein Abbau von Steuervergünstigungen erhebliche Spielräume eröffnet. Realistischere Reformoptionen, etwa mit Beibehaltung der Lebensmittelermäßigung, ermöglichen ebenfalls eine Senkung. Hier wären kaum negative Verteilungseffekte zu erwarten, während die Steuerstruktur vereinfacht würde.
Quelle: Pressemitteilung: Gesenkte Umsatzsteuer durch weniger Ausnahmen möglich | ZEW