Wirtschaftsweiser schlägt Abschaffung der Witwenrente vor – derzeit 50 Mrd. Euro pro Jahr

Der Wirtschaftsweise Martin Werding plädiert dafür, die Witwenrente abzuschaffen und durch ein Rentensplitting zu ersetzen. Dabei würden Ehepartner die während der gemeinsamen Zeit erworbenen Rentenpunkte teilen. Nach dem Tod eines Partners soll der Überlebende mehr als die Hälfte der gemeinsamen Ansprüche erhalten. Werding hält die Witwenrente angesichts veränderter Familien- und Erwerbsbiografien für nicht mehr zeitgemäß. Die Leistung koste die Rentenkasse jährlich fast 50 Milliarden Euro. Für eine Reform seien jedoch Bestandsschutz und Übergangsfristen nötig. Zugleich warnt Werding davor, die geplante Rentenreform wegen des Streits über die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren aufzuteilen. Die Bundesregierung will die Empfehlungen der Kommission bis Ende 2026 umsetzen.

Quelle: Rente: Martin Werding fordert Abschaffung der Witwenrente – DER SPIEGEL

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Die Gesellschaft hilft jenen, die sich nicht selbst helfen können. Dies ist ein zentrales Element der Sozialen Marktwirtschaft. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft will das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe" stärken. Ansprüche auf Rundum-Absicherung sind schwer finanzierbar. Private Vorsorge ist ein wichtiger zusätzlicher Pfeiler. Klar ist aber auch: Die Solidarität mit den Bedürftigen der Gesellschaft ist Kern der Sozialen Marktwirtschaft.