Weniger Formulare, mehr Wachstum: Bürokratieabbau bringt bis zu 42 Milliarden Euro

Eine Studie vom Verband Forschender Arzneimittelhersteller in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft beziffert das wirtschaftliche Potenzial eines konsequenten Bürokratieabbaus in den kommenden fünf Jahren: Ein um ein Viertel geringerer Bürokratieaufwand könnte die reale Wirtschaftsleistung um 42 Milliarden Euro steigern und rund 250 Millionen Arbeitsstunden freisetzen. Das ist mehr, als bisherige Studien ergeben haben, da die Autoren die Effekte über die unmittelbaren Kosteneinsparungen hinaus berechnet haben. Gesamtwirtschaftlich fließen derzeit 1,7 Prozent des Arbeitsvolumens in bürokratische Tätigkeiten. Besonders groß wäre der Effekt in produktiven, zugleich stark regulierten Branchen wie der Pharma- und Finanzwirtschaft.

Quelle: Bürokratieabbau: 55.000 weniger Jobs – aber Milliarden mehr Wirtschaftskraft

Datum:
Themen:
INSM-Newsletter

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und bleiben Sie immer informiert über aktuelle Wirtschaftsthemen in Deutschland.

Bürokratieabbau – Effizienzsteigerung durch weniger Vorschriften

Knapp 5.000 Gesetze und Verordnungen des Bundes mit mehr als 100.000 Einzelnormen gelten aktuell in Deutschland – hinzu kommen die Gesetze und Verordnungen der Länder, kommunale Satzungen und unmittelbar geltendes EU-Recht — Tendenz steigend. Es ist Zeit, umzudrehen. Bürokratie muss neu gedacht werden, auch in ihrer grundsätzlichen Funktion. Denn nur ohne, unnötige, Bürokratie kann die Wirtschaft wirklich effizient arbeiten und der Staat sich auf seine Kernkompetenzen fokussieren.