Reiche skeptisch: Erwartetes Wachstum von 1 Prozent nicht nachhaltig
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche erwartet für 2026 nur ein leichtes Wirtschaftswachstum, das sie als nicht nachhaltig bewertet, da es größtenteils schuldenfinanziert sei. Deutschland müsse produktiver werden, um Rückschritte zu vermeiden. Am Mittwoch legt sie den Jahreswirtschaftsbericht mit der neuen Konjunkturprognose vor. Die Bundesregierung rechnet 2026 mit einem BIP-Wachstum von 1,0 Prozent, 0,3 Punkte weniger als in der Herbstprojektion 2025, für 2027 prognostiziert sie 1,3 Prozent. Reiche betont die Abhängigkeit der Wirtschaft von verlässlicher und bezahlbarer Energieversorgung. Engpässe sieht sie beim Netzausbau, der bessere Investitionsbedingungen erfordere. Um Kapazitäten zu erweitern, will die Regierung Ausschreibungen für Windkraft vorantreiben und noch 2026 in zwei bis drei Runden neue Kraftwerkskapazitäten ausschreiben.