IAB: Ein Drittel der Abgewanderten nennt Bürokratie als Abwanderungsgrund

Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) haben 2,6 Prozent der betrachteten Eingewanderten (rund 260.000 Personen) Deutschland wieder verlassen. Für 32 Prozent der Abgewanderten war die aufwändige Bürokratie der zweithäufigste Grund für den Wegzug. Kritisiert werden vor allem unzureichend beantwortete Rückfragen, Verfahrensdauern sowie unklare Abläufe bei bürokratischen Prozessen. „Angesichts sinkender Zuzüge und weitgehend gleichbleibender Fortzüge wird es arbeitsmarktpolitisch wichtiger, frühzeitig zu erkennen, wer über Abwanderung nachdenkt – um Bleibeperspektiven gezielt zu stärken.“, betont IAB-Bereichsleiterin Yuliya Kosyakova. Laut IAB-Forscherin Julia Reinold schreckt langwierige, komplizierte Bürokratie vor allem jüngere Zuwanderer ab.

Quelle: IAB

Datum:
Themen:
INSM-Newsletter

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und bleiben Sie immer informiert über aktuelle Wirtschaftsthemen in Deutschland.

Bürokratieabbau – Effizienzsteigerung durch weniger Vorschriften

Knapp 5.000 Gesetze und Verordnungen des Bundes mit mehr als 100.000 Einzelnormen gelten aktuell in Deutschland – hinzu kommen die Gesetze und Verordnungen der Länder, kommunale Satzungen und unmittelbar geltendes EU-Recht — Tendenz steigend. Es ist Zeit, umzudrehen. Bürokratie muss neu gedacht werden, auch in ihrer grundsätzlichen Funktion. Denn nur ohne, unnötige, Bürokratie kann die Wirtschaft wirklich effizient arbeiten und der Staat sich auf seine Kernkompetenzen fokussieren.