Finanzierungslücke wächst auf 98,8 Milliarden Euro
Im ersten Halbjahr sind die Staatsausgaben in Deutschland deutlich gestiegen. So hat sich eine Finanzierungslücke von 98,8 Milliarden Euro aufgetan. Das Defizit von Bund, Ländern und Kommunen hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als es bei 58,5 Milliarden Euro lag, nahezu verdoppelt. Der Bund verzeichnete mit 72,3 Milliarden Euro das größte Finanzierungsloch, das sich damit ebenfalls mehr als verdoppelte. Während die Einnahmen um rund 2 Prozent stiegen, legten die Ausgaben um etwa 6 Prozent zu. Zu dem Defizit beigetragen haben demnach vor allem zwei Entlastungsmaßnahmen: erstens die Senkung der Stromsteuer für das produzierende Gewerbe und die Landwirtschaft und zweitens die Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe. Dazu kommt ein Einbruch bei den Tabaksteuereinnahmen nach der Erhöhung.
Quelle: Haushaltsdefizit von Bund, Ländern und Kommunen fast doppelt so hoch wie 2025 – DER SPIEGEL
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