54 Prozent erwerbstätiger Eltern mit Kita-Ausfällen konfrontiert
Die Situation der Kinderbetreuung in Deutschland bleibt angespannt: 54 Prozent der erwerbstätigen oder arbeitsuchenden Eltern mit externer Kinderbetreuung mussten Betreuungsausfälle oder -kürzungen hinnehmen, wie eine Befragung der Hans-Böckler-Stiftung zeigt. Fast ein Drittel der Betroffenen sah sich gezwungen, die eigene Arbeitszeit zu verringern, um die entstandene Betreuungslücke zu überbrücken. Laut der WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch unterstreicht dies die Notwendigkeit, die Arbeitszeitdiskussion neu zu bewerten und in verlässliche Bildungsinfrastruktur zu investieren. Es sei eine Fachkräfteoffensive in der Kinderbetreuung erforderlich und man solle „alles unterlassen, was Arbeitszeiten für Beschäftigte noch schlechter planbar macht“.