Finanzkrise in Griechenland Ein Patient mit hausgemachten Problemen

Griechenland droht der Staatsbankrott. Der Schuldenstand könnte in diesem Jahr 125 Prozent einer Jahreswirtschaftsleistung erreichen. Zum Finanzdesaster kam es auch durch einen aufgeblähten und ineffizienten griechischen Staatsapparat.

ZENTRALE THEMEN RUND UM DAS HELLENISCHE SCHULDEN-DRAMA

Euro

Wie Europa den Patienten Griechenland kurieren will

Die Griechen-Krise markierte nur den Anfang für ein beispielloses Rettungmanöver innerhalb der Euro-Zone. Im Fall Griechenlands gab die Politik grünes Licht für insgesamt 110 Millarden Euro Hilfsgelder.

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Euro-Symbol

Kann die EU Griechenland zum Sparen zwingen?

Theoretisch sind die Sanktionen im Maastricht-Vertrag hart. Doch diese Strafen müsste der EU-Minister-Rat beschließen. Und hier sitzen die Sünder mit am Tisch. Das dürfte auch eine Reform des Sanktions-Systems erschweren, die nun eine Arbeitsgruppe erarbeiten soll.

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Dominique Strauss-Kahn

Braucht Europa für Krisenfälle wie Griechenland einen eigenen EWF?

Die Eurogruppe hat nun in Brüssel beschlossen, dass auch der IWF am Hilfsprogramm für Griechenland beteiligt wird. Nach wie vor steht die Forderung im Raum, für die Zukunft einen Europäischen Währungsfonds zu schaffen.

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Sollte Griechenland sich vom Euro verabschieden?

Das befürwortet nicht nur ifo-Chef Professor Hans-Werner Sinn. Griechenland sei kaum in der Euro-Zone zu halten. Sollte das Mittelmeerland also zur eigenen Währung (Drachme) zurückkehren?

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Christine Lagarde, Angela Merkel und Nicolas Sarkozy

Ist die deutsche Lohnpolitik für die Griechen-Krise mitverantwortlich?

Aus Frankreich kamen Vorwürfe, dass deutsche Lohnzurückhaltung und die Exporterfolge der Bundesrepublik andere weniger wettbewerbsfähige EU-Länder in Bedrängnis brächten – Länder wie Griechenland.

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Michael Hüther

Könnte eine Staatspleite der Griechen eine neue Weltwirtschaftskrise auslösen?

Griechenland hat in etwa die Wirtschaftsleistung Hessens. Auf der anderen Seite: Der Wirtschaftszwerg hat doppelt so viele Schulden wie die Bank Lehman Brothers, deren Zusammenbruch das globale Desaster auslöste.

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GRIECHEN-HILFE IM ÖKONOMEN-URTEIL

Wissenschaftler haben das "Gesetz zur Übernahme von Gewährleistungen zum Erhalt der für die Finanzstabilität in der Währungsunion erforderlichen Zahlungsfähigkeit der Hellenischen Republik" unter die Lupe genommen. 

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INSM-ÖKONEMBLOG: WAS EXPERTEN ZUR GRIECHEN-KRISE SCHREIBEN

VIER LEBENSLÜGEN

Was muss geschehen, damit Europas Länder aus der Schuldenfalle herauskommen? Der Haushaltsexperte Oswald Metzger ruft dazu auf, eine tabufreie Diskussion darüber zu führen, wo Einsparungen möglich sind. Weder Beamte noch Rentner dürften davon ausgenommen werden. 

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UND TSCHÜSS

Der griechische Finanzminister Georgios Papaconstantinou hat sich viel vorgenommen. Verbrauchsteuern anheben, pauschale Ausgabenkürzungen aller Ressorts von 10 Prozent, Gehaltseinbußen im öffentlichen Dienst. Zudem: Steuerreform, Sozialreformen, weniger Verwaltung und Bürokratie. 

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KONTROLLE IST GUT, STRAFE IST BESSER

Erstmals macht die EU-Kommission einem ihrer Mitglieder wirtschaftspolitische Auflagen: Griechenland muss sparen und zwar drastisch. Das Staatsdefizit muss binnen zwei Jahren auf 2,8 Prozent gesenkt werden. Ein Rückgang von rund 10 Prozentpunkten im Vergleich zu heute. 

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STARKER EURO – NUR OHNE GRIECHEN-HILFE

Eine Rettung Griechenlands durch europäische Fiskalpolitik verstößt gegen das Regelwerk der EU und gefährdet die Stabilität unserer gemeinsamen Währung. Jegliche Hilfe wäre ein Bruch der Verträge. Da gibt es aus gutem Grund keine Umgehungsmöglichkeiten. 

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STABILITÄT DES EURO GEFÄHRDET?

Im Jahr der Unterzeichnung des Maastricht-Vertrages (1992) unterschrieben 62 deutsche Ökonomieprofessoren ein Manifest gegen die Europäische Währungsunion. Sechs Jahre später schlossen sich mehr als 160 Ökonomieprofessoren einem Aufruf „Der Euro kommt zu früh“ an. 

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